Die Autobatterie

Die Autobatterie, wie der Akku landläufig bezeichnet wird. Hat wie auf dem Bild zu sehen ist drei Zellen was bedeutet, dass es sich um einen 6 Volt Akku handelt. Hat der Akku 6 Säurekäppchen, was gleich 6 Zellen bedeutet, ist es ein 12 Volt Akku. Dieser darf auf keinen Fall in einem 6 Volt Auto angeschlossen werden, alle Verbraucher, wie Glühlampen, Scheibenwischer-motor und die Relais würden zu Schaden kommen, durchbrennen.

 

Der größte Feind des Akku ist das Rumstehen und Warten!

Denn dieser wurde für Fahrzeuge konstruiert, die mehr oder weniger täglich und auch mehrmals täglich benutzt werden. Dazu gibt der Akku beim Einschalten der Zündung Strom ab, muss zum Starten, also Betreiben des Anlasser sich ganz schön anstrengen. Deshalb ist ein Akku nach mehrmaligem Starten oder ca. 30 Sekunden Dauerstarten am Ende seiner gespeicherten Energie und leer.

Normal springt aber der Motor an und damit beginnt die Lichtmaschine den Akku wieder aufzuladen. Eine kleine Feinheit gilt es da noch zu beachten, die älteren Gleichstromlichtmaschinen laden erst ab eine bestimmten Motordrehzahl, diese liegt in der Regel höher als die Standgasdrehzahl. Dies will sagen, lässt man den Wagen den ganzen Tag im Standgas auf dem Hof laufen, wird der Akku nicht voller sondern leerer und ist am Ende sicher nicht in der Lage den Motor wieder zu starten.
 

Jeder Akku hat eine so genannte Selbstentladerate.

Dies bedeutet, der Akku verliert jeden Tag ein wenig seines gespeicherten Stromes.
Davon merkt man nichts, wenn er es schafft den Motor noch mit dem vorhandenen Rest an Energie zu starten, man eine etwas weitere Fahrt macht und dann das Fahrzeug mit durch die Lichtmaschine aufgeladenen Akku wieder abstellt.

Ist der Standzeitraum jedoch zu lange, dann hat sich der Akku so weit selbst entladen, dass er den Motor nicht mehr starten kann. Dies ist z.B. der Grund, weshalb sich „Spezialisten“ an Flughafenparkplätzen eine goldene Nase verdienen, wenn der Versuch nach 6 Wochen Strand heim zu fahren nicht mehr gelingt, der Akku leer ist und dann gerne ein neuer verkauft wird mit Einbaukosten.
Alleine eine Borduhr reicht aus, um mit dessen geringem Stromverbrauch einen Akku in drei Monaten zu entleeren. Gibt es keine Verbraucher, was in älteren Autos der Normalfall ist, kommt der Akku nach einem halben Jahr des Nichtgebrauch durch seine Selbstentladung in den kritischen Bereich. Jetzt kann man durch Laden mit dem Ladegerät den Akku noch retten. Hat dieser sich zu tief entladen, was durch längere Standzeit selbständig passiert, ist es also zu einer so genannten Tiefentladung gekommen, ist der Akku unwiderruflich geschädigt. Manchmal funktioniert er dann noch eingeschränkt nach dem Aufladen, nicht selten ist er völlig defekt. Von diesen Eigenarten des Akku bekommt man in der Regel nichts zu spüren, wenn man sein Auto mehr oder weniger häufig benutzt. Dies ist jedoch nicht der Fall bei Oldtimer und deren Eigentümer von mehreren Oldtimern. Da kommt es zwangsläufig zu größeren Standzeiten, weil der diesjährige Sommer mehr Cabriofahrten ermöglichte oder an dem anderen ein kleiner Fehler auf Reparatur warten lässt.

Auch während der Standzeit möchte der Akku gerne beachtet werden, regelmäßig nachgeladen und gelegentlich auch entladen werden, dass für ein Auto, was gar nicht benutzt wird. Lästig ist es in jedem Fall, entweder Pflege der Akkus, oder nur einen gebrauchen, diesen von Auto zu Auto je nach Gebrauch umzuplatzieren. Der Akku hat zwei Anschlußstellen und die bereits erwähnten Deckel um in die Zellen destilliertes Wasser nachfüllen zu können. Dieses sollte die Zellen bedecken, jedoch noch genügend Raum bis zur Oberkannte der Zelle haben, damit keine Flüssigkeit austritt. Akkusäure ist sehr aggressiv, schädigt nicht nur den Lack des Fahrzeug, gibt auch sichere Löcher in der Kleidung oder Verätzungen an den Fingern. Sind die Zellen nicht mit Flüssigkeit bedeckt, ist Nachfüllen angesagt. Gemein ist dabei, dass fast alle Akkus so im Motorraum platziert sind, dass nur mit Taschenlampe und Spiegel in die Stopfenlöcher hinein geschaut werden kann, um den Säurestand zu ermitteln.

Die Anschlußstellen, auch Pole genannt sind grundsätzlich unterschiedlich. Auf dem Bild ist der linke Pol der Minus-Pol, dieser ist möglicherweise mit einem Strich gekennzeichnet, oder auch mit einer blauen Farbmarkierung, diese kann auch ein blauer Ring um den Pol darstellen. In jedem Fall ist er der dünnere der beiden Anschlußstellen. Der andere ist nun der Plus-Pol, der hat ein eingeprägtes „+“ Zeichen, oder eine rote Farbmarkierung, oder einen roten Ring um den Polzapfen. Nicht selten befindet sich das Symbol und eine farbliche Markierung auf dem Akku. Oldtimerakkus haben häufig die Prägung auf den Polen, modernere Akkus im Bereich der Polzapfen auf dem Gehäuse.

Der Pluspol ist immer der dickere!

Die Polklemmen haben Schrauben für 8 mm Schlüssel gerne bei Italiener, 10 mm Schlüssel ist die Regel, bei Oldtimern früher üblich 13 mm Schlüsselweite.

Gelöst wird immer zuerst die Klemme des Minuspol!

Ist die Mutter ausreichend los gedreht, sollte die Polklemme durch links und rechts drehen zu lösen sein. Geht dies nicht, war die Polklemme zu fest angezogen, jetzt kann durch Aufbiegen der Polklemme mit einem Schraubendreher deren Sitz gelockert werden.
 

Erst wenn die Minus-Pol-Klemme bei Seite gelegt ist, wird mit der Plus-Pol-Klemme in gleicher Weise verfahren.

Nun wird der Haltebügel des Akku entfernt, Lösen der beiden Schrauben, auf dem Foto sind es Flügelschrauben, was Werkzeug erübrigt und zur Umplatzierung sehr angenehm ist, bis das der Bügel sich frei bewegen läst und nach unten gelegt werden kann, so den Weg des Akku frei gibt. Beim Herausnehmen beachten, die sind nicht so leicht, die eigene Standposition ist häufig ungünstig, das Äußere des Akku gerne von Säuredampf verunreinigt, also Gummihandschuhe durchaus ratsam.

Die Zellen sind zur Entlüftung oben offen, entweder gibt es ein Loch im Stopfen oder im Gehäuse, wodurch diese nur aufrecht zu bewegen sind, sonst läuft Säure aus, was Akku und benetztes nachhaltig schädigt.

Der Einbau geschieht in umgekehrter Reihenfolge.

Dies bedeutet, der Minus-Pol wird zuletzt angeklemmt.

 
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